TURISTIK
 

Piasten Burg
Die Geschichte der Piasten Burg geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Zuerst war es bloß ein Abwehrturm, ein Teil der Stadtbefestigungsmauer, der an Wohnbedürfnisse angepaßt wurde. Der Turm wurde später von Friedrich Zetritz (Cetrycz) ausgebaut, in dessen Pacht das Bauwerk seit 1558 blieb. In dieser Form ist die Burg bis heute erhaltengeblieben. In 1596 wurde die Burg Eigentum der Stadt, wobei sich seine
Funktion wechselte. So war in der Burg ein Gefängnis, ein Arsenal, ein Gutshof untergebracht. Seit 1959 befinden sich dort die Ausstellungsräume des Gleiwitzer Museums, wo ständige Ausstellungen (eine archäologische "Gleiwitzer Urgeschichte" und eine historische "Aus der Gleiwitzer Geschichte vom 13. Jahrhundert bis 1945") besichtigt werden können.

Stadttheater
Das erste Theatergebäude wurde in 1890 gebaut. Es war Bestandteil des Baukomplexes, wo sich außer des Theatersaals auch noch ein Café, ein Schwimmbecken, ein Kino und ein Kabarett befanden.

Nach dem Umbau in 1910-1912 gewann das Gebäude einen repräsentativen Charakter und infolge weiterer Renovierungen wurde es zum richtigen Theaterhaus mit einer Bühne, die mit neuesten technischen Errungenschaften ausgestattet war.
Das Gleiwitzer Theater mit seinem Zuschauerraum für 900 Plätze war damals das größte Haus dieser Art in ganz Oberschlesien. Der allerletzte Umbau des Gebäudes fand Während des 2. Weltkriegs statt. Infolge eines Brands in 1945 wurde der Innenraum samt Ausstattung zerstört. Momentan wird das Gebäude unter der Schirmherrschaft der Stiftung für Wiederaufbau des Stadttheaters erneut renoviert. Theater- und Filmvorführungen, Konzerte in magischen Ruinen des Stadttheaters sind bereits heute zur Attraktion der Sommernächte geworden.

Rathaus
Es wurde höchstwahrscheinlich Ende des 13. Jhs. gebaut. Nach dem Umbau in 1601 wurde das Gebäude mit Renaissancegiebeln und der Turm mit einem Helm geziert.
An der süd-östlichen Fassade des Gabäudes wurde eine barocke Figur der Immaculaty im 18. Jh. angebracht. An der Turmfassade wurde der frühere Gleiwitzer wappen erhalten; das nord-westliche Fronton des Rathauses wurde mit Tafeln verziert, die die Durchmarsch durch die Stadt des Johannes III. Sobieski verewigen.

Anfang des 20. Jhs. wurde das Rathaus einer gründlicher Renovierung unterzogen, infolge deren das Bauwerk Eigenschaften des klassizistischen Stils gewann. In den 80-er Jahren wurde das Rathaus erneut renoviert und in seinen Geräumigkeiten fand das Standesamt seinen Sitz. Darüber hinaus befinden sich im Gebäude ein Repräsantationssaal,
eine Galerie sowie ein Restaurant.

Die Aller-Heiligen-Kirche
Das wertvollste historische Bauwerk aus dem Mittelalter ist die Gleiwitzer Pfarre
die Allerheiligen Kirche. Ihr Bau wurde im 15. Jahrhundert anstelle einer dort früher bestehenden Holzkirche angefangen. Auch die Nähe des Ratoborer Tors war nicht ohne Bedeutung, was der Kirche Abwehrfunktionen verlieh. Das Bauwerk ist mit drei Türmen verziert, der letztere wurde in 1601 mit einem Doppel-Licht-Helm ausgestattet. Infolge
der letzten Renovierungsarbeiten wurde das Helm mit dem Zeltdach ersetzt.

St. Peter und Paul Kirche
Die mit schlanken und hochen Türmen ausgestattete Kirche wurde in den 90-er Jahren des 19. Jhs. nach dem Projekt des Architekten aus Bytom (Beuten), B. Heer, gebaut.
In 1992, nach der Gründung der Gleiwitzer Diözese, wurde der Kirche zum Dom erhoben. Dank hervorragender Orgel können dort alljährlich Konzerte im Rahmen der Internationalen Tage der Orgelmusik veraanstaltet.

St. Bartolomeus Kirche
Diese neugotische Kirche wurde in 1911 nach dem Projekt des Breslauer Architekten, L. Schneider, erbaut. Auch die Ausstattung der Kirche (Altar, Kanzel) wurden im neugotischen Stil ausgeführt; das Orgelprospekt trägt schon aber Jugendstilmerkmale. Die 60-stimmige Orgel wurde von der Firma Berschdorf aus Nysa gebaut.

Stadtamt
Alles, was sich um die Entstehung dieses Hauses rankt, läßt sich nicht von der Geschichte und der Wirtschaftslage der Stadt und ihres Umfeldes trennen.

Der Plebiszitzeitraum, die Aufteilung Schlesiens und die damit zusammenhängenden Umzüge der Vorstände und Direktionen vieler Unternehmen, ebenso die Zuwanderung hochqualifizierter Ingenieure und Techniker aus dem Innern Deutschlands, die in der expandierenden Industrie gebraucht wurden, all das zwang Gliwice geradezu zum Bau eines echten Nobelhotels.

Sowohl wegen der immer wieder in die Schlagzeilen geratenden Baukalamitäten als auch dann wegen seines Prunks und Lexus machte sich das "Haus Oberschlesien" rasch einen Namen weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Das mächtige Gebäude an zwei Straßenfluchten wurde geradezu zum Inbegriff für das damalige Gliwice. Im Januar 1945 teile das "Haus Oberschlesien".
Schicksal vieler anderer Bauwerke, die die Kriegsoperationen überstanden haben es wurde teilweise verbrannt infolge einer Brandstiftung sowjetischer Soldaten. Heutzutage befindet sich dort das Stadtamt.

Villa Caro
Die Villa Caro wurde von Oscar Caro in 1884 im Neu-Renaissance-Stil gebaut.
In 1934 wurde die Villa zum Sitz des Gleiwitzer Museums. Im vollständig renovierten Gebäude kann man eine ethnographische Ausstellung ("Volkstümliche Kultur
der Gleiwitzer Region um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts") sowie eine
andere "Wohnräume in den Villas oberschlesischer Industriellen" besichtigen.
Vor dem Gebäude, von der Seite der Dolne Wa³y Str., befindet sich ein Eisengußstück, das einen Löwen darstellt. Sein Autor ist Teodor Kalide ("Wachender Löwe", 1842);
auf der Vorderseite des Gebäudes ist ein Springbrunnen zu sehen, dessen Autor, Krzysztof Nietsch, hervorragender zeitgenössischer Bildhauer ist.

Hauptpostamt
Das Gebäude des Postamtes, erbaut in 1906, gehört zu besonders wertvollen, neogothischen Sehenswürdigkeiten.

Es ist ein dreistöckiges Bauwerk, verziert reichlich mit Dekorationen, mit reichem keramischem Schmuck, mit Giebeln auf der Vorderseite und einem Turm mit dem Pyramidedach.

Gleiwitzer Funkstation
Die Funkstation wurde in 1935 von der Firma Lorenz AG gebaut. Die Berlin-Tempelhof Funkstation setzte sich aus einem 110-m-hohen Mast sowie anliegenden Gebäuden zusammen, wo Sende-, Verwaltungs- und Wohnräume für Funkstationangestellten untergebracht waren.

Am 31. August 1939 fand dort die berühmte Gleiwitzer Provokation statt, die direkter Vorwand zum Ausbruch des 2. Weltkriegs sein sollte. Die aus Lärchenholz geabute und mit Messingnieten und Holzstiften befestigte Konstruktion besitzt heute besonderen historischen Wert als technisches Denkmal.

Palmengarten
Die Geschichte des Gleiwitzer Palmenagrtens fängt in 1880 an, als auf dem Gelände des im 17. Jh. angelegten Parks erste Ausstellungsgrünhä user errichtet wurden.Seit dieser Zeit zieht der Palmengarten Tausende von Besuchern an, die den tropischen Duft einatmen und den Hauch der Wüste spüren wollen.
Das gegenwärtige Gebäude des aus Aluminium erbauten Palmengartens ist an Bedürfnisse der Behinderten angepaßt; es sind dort Aussichtsterassen und ein Kaffeehaus eingerichtet; den Besuchern stehen auch Sitzbänke zur Verfügung.
All das trägt dazu bei, daß der Palmengarten nicht nur ein interessantes Bauwerk in architektonischer Hinsicht aber auch eine Stelle ist, wo man die Freizeit angenehm verbringen kann. In vier Ausstellungspavillions mit der Fläche von 2000 qm wurden
ca. 6000 Pflanzengattungen aus der ganzen Welt angesammelt. Der Tradition gemäß wurde der Palmengarten ein Zuhause für Vertreter des exotischen Fauna.

 
do gory